Eine Reise in die Natur

Die 9/1 war vom 27. bis 30. April auf Klassenfahrt in Born Ibenhorst auf dem Darß. Die Stimmung war entspannt, das beste Sommerwetter war einfach Glücksache: strahlend blauer Himmel. Unsere Gruppe bestand aus 20 erwartungsvollen, gut gelaunten Schülerinnen und Schülern (immerhin war kein Unterricht), begleitet von zwei Lehrern.

Nach der anstrengenden Anfahrt ging es direkt los mit einer kleinen Orientierungstour durch das Gelände. Wir suchten uns schnell unsere Bungalows, die wie kleine Ferienhäuser zwischen Bäumen und Wiesen lagen. Die Stimmung war entspannt, jeder war bereit, den Unmut über den weiten Weg mit Schienenersatzverkehr und Umstieg mit langer Wartezeit abzuschütteln und die kommenden Tage zu genießen.

Am 2. Tag stand Stand-Up-Paddeln bei uns ganz oben auf der Agenda. Wir hatten das Glück, dass der Bodden spiegelglatt war, Die Neoprenanzüge waren schwerer anzuziehen als gedacht, aber da wir uns gegenseitig helfen mussten, gestaltete sich dieser Teil der Veranstaltung als recht lustig. Nach einer kurzen Einweisung lernten die meisten relativ schnell, wie man das Gleichgewicht hält und ein paar Tricks anwendet, wenn das Brett doch mal ins Schaukeln gerät. Einige fanden es total cool, andere waren erst skeptisch, doch am Ende klappte es bei fast allen und die Augen funkelten vor Stolz. Zwei unserer Jungs grillten am Abend Würstchen, Steaks bis hin zu ein paar vegetarischen Optionen.

Der 3. Tag war Kletterwald-Tag. Hoch hinaus ging es bei schönstem Sonnenschein über Seilbrücken, und Kletterstämme. Man brauchte Mut, Geduld und Teamgeist, ein Kletterpartner unterstützte den anderen sicher ans Ziel, gab Tipps und motivierte. Das Gefühl, eine kleine, persönliche Grenze überwunden zu haben, beflügelte vor allem diejenigen mit Höhenangst, den nächsten, schwereren Parcours in Angriff zu nehmen. Volleyball, Minigolf, Fußball, Tischtennis und gemeinsames Schauen von Bundesligaspielen stärkten unsere Klassengemeinschaft.

Zu den Veranstaltungen hieß es: Bollerwagen ziehen, Jungs sowie Mädels zogen eine verletzte Schülerin abwechselnd die 3,5 km zu den Veranstaltungsorten und wieder zurück. Teamwork in Aktion, eine Erinnerung daran, wie Gemeinschaftsgefühl entsteht, wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet. Am 3. Abend saßen wir dann im Kreis am Lagerfeuer und wir versuchten am sehr heißen Feuer unser Stockbrot zu grillen.

Am letzten Tag packten wir wieder die Koffer, säuberten die Bungalows und machten uns auf den Heimweg. Es waren vier Tage die für den einen die Erwartungen erfüllten, für den anderen vielleicht nicht, jedoch als gemeinsame Klassenfahrtzeit in Erinnerung bleibt.

Autorin: Frau Godomski

Bilder: Frau Godomski